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Schattenjuwelen - Veitshöchheimer Staudenmischung

Toni Höpf 20 August 2021
Mischungsporträt

Der Name Schattenjuwelen ist bei dieser Mischung nicht ganz wörtlich zu nehmen. Zwar kommen hier Stauden vor, die auch im vollen Schatten zurechtkommen, aber konzipiert ist die Mischung aus Veitshöchheim für den absonnigen bis halbschattigen Bereich. Die Mischung zeichnet sich durch unterschiedliche Höhen und Blatttexturen aus. Blätter in gelben- grünen- und rotbraunen Blattfarben und verschiedenen Formen bringen eine interessante Abwechslung ins Beet.

Das ist drin

Insgesamt 15 verschiedene Staudenarten finden in dieser Mischung ihren Platz. Die größte und strukturgebende Pflanze ist der Wald-Geißbart Aruncus dioicus. Mit einer Wuchshöhe bis zu 1,80 Meter und etwa einem Meter Breite ist der ursprüngliche Waldbewohner eine imposante Erscheinung. Die riesigen, weißen Blütenrispen zeigen sich von Juni bis Juli. Der Geißbart ist winterhart und recht anspruchslos. Nur bei längeren Trockenperioden sollte zusätzlich gewässert werden.

Ein passender Begleiter mit ähnlich hohen Blütenständen ist der Fingerhut Digitalis ferruginea. Die eher zurückhaltende, cremegelbe Blütenfarbe bringt eine ruhige und elegante Note ins Staudenbeet. Das innere der Blüte ist von dunklen, rostroten Adern durchzogen und erzeugt einen interessanten Kontrast zur eigentlichen Blütenfarbe. Der Fingerhut fühlt sich im sonnigen bis in den halbschattigen Standort wohl.

Mit einer auffallenden Blattstruktur überzeugt die große blaugraue Funkie den Gartenbesitzer von sich. Die Hosta sieboldiana ist eine kräftig und üppig wachsende Staude die mit ihrem Blütenstand bis 1,20 Meter hoch werden kann. Sie ist äußerst robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Einzig der Boden sollte  humusreich, frisch und eher locker sein. Wenn sie einmal angewachsen ist kann es auch etwas trockener werden. Wie auch beim Wald-Geißbart sieht man die Blüten der Funkie von Juni bis Juli.

SchattenstaudenCampanula latifolia var. Macrantha, ist der etwas sperrige Name für die Wald-Glockenblume. Die großen, violetten Blüten lassen sich ab Juni bestaunen. Die heimische Wildart passt perfekt in einen Garten mit Waldcharakter aber auch in der Sonne kann sie sich wohlfühlen. Dabei muss aber immer auf ausreichende Feuchtigkeit geachtet werden, da sie sonst vorzeitig einzieht und sich in Winterruhe begibt.

Olivbraune Blätter mit einer magentafarbenen Unterseite, so zeigt sich die Heuchera x villosa. Im September blüht das Purpurglöckchen und zeigt die vielen kleinen, weißen Blüten. Heuchera passen wunderbar zu Gräsern, Funkien oder anderen Waldpflanzen. Als robuster Bodendecker mit sehr attraktiver Blattfarbe ist sie ein beliebter Bodendecker für schattige und halbschattige Bereiche in unseren Gärten.

Um die ganzen Blattschmuckstauden etwas aufzulockern findet das Herbst-Blaugras Sesleria autumnalis einen Platz in dieser Mischung. Es bildet hohe und breite Blatthorste und silbrig-weiße Blüten. Ab Ende August zeigen sich die eher unscheinbaren Blütenrispen und halten sich mehrere Wochen bis in den Oktober hinein. Zudem ist das Blaugras sehr pflegeleicht. Es wächst an sonnigen bis halbschattigen Standorten, verträgt Trockenzeiten und braucht allgemein eher wenig Wasser.

Zwiebelmischung für das Frühjahr

blumenzwiebelnWie zu den anderen Staudenmischungen gibt es auch bei dieser die passenden Blumenzwiebeln. Ein Ensemble aus Lilien, Tulpen, Narzissen und einigen anderen bringt eine sehr abwechslungsreiche Mischung in den heimischen Garten. Die Mischung ist von weißen Blüten dominiert. Daneben sind gelbblühende Tulpen und Narzissen dabei und als großer Blickfang  die Lilium Martagon-Hybride, auf Deutsch die Türkenbund-Lilie. Mit turbanförmigen, gelb-orangenen Blüten wirkt sie besonders in halbschattigen Bereichen. Von Mai bis Juni lassen sich die fast einen Meter hohen Blüten bestaunen.

 

 Standort und Pflege

Der Boden für die Mischung sollte frisch und maximal für kurze Zeit trocken sein. Wurzeldruck von Bäumen wird kaum vertragen, sodass nur tiefwurzelnde Bäume unterpflanzt werden sollten. Ansonsten fühlen sich die Schattenjuwelen an Ost-, Nord- und Westseiten von Gebäuden, Mauern und Hecken wohl. Das Substrat sollte nur mäßig nährstoffreich und schwach humos sein.