Stauden-Mulch – Der Mulch machts

Bereits 2015 befassten sich die Kollegen der LWG Veitshöchheim sich mit Thema Mulch und Ihre Wirkung auf Staudenmischung. Sie stellten fest, dass Freiflächenstauden aus dem Lebensbereich Fr1-2 eine gute Verträglichkeit gegenüber organischen Mulchmaterialien aufweisen.

 

Im Bezug auf die Pflegekosten waren diese um die Hälfte geringer als bei ungemulchten Flächen. Der Zeitaufwand für die Pflege der Flächen im ersten Standjahr (2000) bei der Staudenmischung Silbersommer waren um ein Drittel geringer als bei der ungemulchten Variante. Nach 4 Standjahren sind die Pflegekosten relativ gleich hoch.


Es gibt mehrere Gründe, warum es ratsam ist, keinen Rindenmulch für unsere Staudenmischungen bzw. Stauden zu verwenden und stattdessen Staudenmulch  oder Mineralmulch als Verdunstungsschutz zu wählen. Im Gegensatz zu Rindenmulch ist er pH-neutral und beeinflusst den pH-Wert des Bodens nicht in den sauren Bereich. Jegliche Mulchstoffe auf Holzbasis (wie Rindenmulch) enthalten Gerbsäure und setzen diese beim Abbauprozess zusammen mit anderen Stoffen frei, die alle krautigen Pflanzen, und somit auch unseren Stauden, im Wachstum unterdrücken und bis zum Absterben der krautigen Pflanzen führen können.


Staudenmulch hingegen besteht aus nicht-gerbstoffhaltigem Material wie Chinaschilf (Miscanthus) und bietet darüber hinaus mehrere Vorteile:

  • Unkraut wird unterdrückt
  • Weniger Gießintervalle, da der Boden weniger austrocknet
  • Bodenerosion (Abtragung des Bodens durch Sturm und Wind) wird gemindert
  • Fördert das Bodenleben
  • Staubfrei

Wir empfehlen eine Schichtdichte von 3-5 cm. Bei dieser Schichtdicke werden 1 Sack Staudenmulch a 150l /3qm benötigt.