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Substratmischungen für optimale Staudenbeete

Pflegearme Bepflanzungen in voller Sonne – der richtige Boden ist die Voraussetzung

Die meisten Staudenmischpflanzungen für öffentliches und gewerbliches Grün sind für den Standort „trockene Freifläche“ konzipiert. Die Grundlage für eine erfolgreiche Pflanzung ist neben gut durchwurzelten Pflanzen, das einzusetzende Substrat oder die Verbesserung des anstehenden Bodens.

Pflanzungen im öffentlichen Bereich werden oft viel stärker beansprucht als in einem Privatgarten.

Eine Städtische Pflanzung muss:

  • schnell und flächig zuwachsen

  • pflegearm sein

  • mit Umwelteinflüssen wie z.B. Trockenheit, Abgasen und Streusalz zuechtkommen

  • langjährig haltbar, attraktiv und abwechslungsreich sein

Der Einsatz von Staudenmischungen lohnt sich für diese Bereiche immer, weil sie bereits über viele Jahre getestet wurden und die oben genannten Anforderungen erfüllen. Doch um den Erfolg der Pflanzungen zu sichern, empfehlen wir und auch die unabhängigen Institute und Forschungseinrichtungen das überbaubare Baumsubstrat BS-2 gemäß FLL als Pflanzsubstrat für Neuanlagen.

 Diese Substratmischung hat folgende Eigenschaften:

  • gute Wasserspeicherfähigkeit

  • optimaler Lufthaushalt

  • optimierte Wurzelbildung

  • verbesserte Nährstoffbereitstellung

  • Einsatz auch an ungünstigen Standorten möglich

  • optimale Wasserdurchlässigkeit

  • strukturstabil

 

Erfahrungsbericht EGA-Park Erfurt – Staudenanlage an der Sternwarte

 Im EGA-Park in Erfurt wurden 2008 die Neuanlagen mit Baumsubstrat und Staudenmischungen geplant und bepflanzt. Die Ergebnisse dazu wurden im Jahr 2012 von Dipl.Ing (FH) Claus Heuvemann auf der Galabau-Tagung an der LVG Erfurt vorgestellt. Die dortigen Pflanzflächen wurden mit einer Substratmischung nach der FLL-Empfehlung befüllt. Das Substrat bestand dabei aus aufbereitetem Unterboden, Sand, Rindenkompost und mineralischen Zuschlägen, in diesem Fall Ziegelbruch. Ziel war es, einen optimalen Boden für die Stauden zu schaffen, der lang strukturstabil bleibt. Zudem sorgt das Substrat für eine perfekte Balance zwischen Wasserhaltevermögen und Drainagewirkung mit einem möglichst großen Porenvolumen. Charakteristisch ist der hohe Anteil an mineralischen Zuschlägen welche die Struktur halten und ein niedriger Anteil organischer Masse (ca. 2-4 vol. %)

Bei Verwendung abgelagerter Rindenkomposte kommt es kaum zu Setzungen des Substrates. Der größte Unterschied zum normalen Oberboden ist hierbei die Verdichtung. Ein normaler Boden setzt sich mit der Zeit und verdichtet sich selbst durch Niederschläge. Aber auch das Befahren von Maschinen beim Einbau und beim Betreten der Fläche bei Pflanz- und Pflegemaßnahmen wird der Boden weiter verdichtet.

Beim Neubau des Steingartens im EGA-Park wurde zusätzlich noch eine Drainageschicht aus Ziegelbruch untergebaut und mit etwa 30 Zentimetern Baumsubstrat BS-1 aufgefüllt. Im „Steppenkerzenbeet“ wurde eine trockenheitsverträgliche Staudenmischung mit zusätzlichen Eremurusarten kombiniert und in Baumsubstrat BS-2 gepflanzt. Hinzu kam hier eine etwa 8 Zentimeter Dicke mineralische Mulchschicht. Das sollte allerdings das absolute Maximum sein, empfohlen werden 3-5 Zentimeter mit einer Körnung von 8/16 mm.