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Mit Stauden und richtiger Pflege gegen Hitze & Trockenheit

"Nichts gedeiht ohne Pflege; und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert"!

Peter Joseph Lenné (1789-1866)

 

 

Was für ein Sommer!

Der diesjährige Sommer 2022, der sonnigste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen, hat wieder deutlich gezeigt, dass gemähte Rasenflächen auf Dauer keine Zukunft haben. Langanhaltende Hitzeperioden und ausbleibender Regen verwandelten die grünen Vorgartenteppiche vielerorts schnell in leblos anmutende, braun-kahle Flächen.

 

Laut Bilanz des Deutschen Wetterdienstes DWD waren im Mittel insgesamt 17 Hitzetage mit mehr als 30 Grad zu verzeichnen, bei gerade einmal 120 Litern Regen pro Quadratmeter Fläche, halb so viel wie im Referenzzeitraum 1990 bis 2010. Auch der EU-Messdienst Copernicus meldete den wärmsten je in Europa gemessenen Sommer. Trockenstress für viele Pflanzungen!

 

Staudenmischungen im Vorteil

Klar im Vorteil sind hingegen Wiesen, krautige Pflanzungen und Staudenmischpflanzungen, die sich zum Teil selbst beschatten oder aus silberlaubigen Arten und Arten des Lebensbereiches „trockene Freifläche“ bestehen. Dazu zählen insbesondere Stauden und Gräser aus dem Mittelmeergebiet und aus Heide- und Steppenlandschaften. Viele dieser hitzeresistenten Pflanzen zeigen entweder starke Rhizome oder besonders tiefe Wurzelsysteme.

 

Auch die durchgeblueht-Staudenmischpflanzungen haben sich bewährt. Mischungen wie Moritzburger BlühzauberBallsportARENAMediterranes Blütenmeer oder Blau-Silber-Heide punkten durch ihre Zusammensetzung aus trockenheitstoleranten Stauden. Zudem verhilft die artenreiche Mixtur zu besserem Flächenschluss und damit Wasserrückhalt. Mit einem Rückschnitt pro Frühjahr und 2 bis 3 Unkrautpflegegängen je Jahr sind die Staudenmischungen dem klassischen, gemähten Rasen mit 8 bis 12 Mähgängen, Düngung und Vertikutieren zudem wirtschaftlich überlegen. Und langfristig übertreffen sie mit ihrem durchschnittlichen Lebenszyklus von mehr als 15 Jahren andere bodendeckende Pflanzungen (z. B. aus Cotoneaster) mit einer Lebensdauer von maximal 12 Jahren.

 

Nichts gedeiht ohne Pflege

Doch allein mit der Pflanzenwahl ist es nicht getan! Wesentlich für zukunftstaugliche Pflanzungen ist auch der Zeitpunkt der Pflanzung und das Einplanen der Klima- und Witterungsentwicklung in die Fertigstellungs- und Entwicklungspflege. Hier gilt:

 

  • Beste Aussicht auf Erfolg haben Pflanzungen, die in den Herbstmonaten, zwischen 15.9. bis 30.10., bedingt auch im Frühjahr vom 1.2. bis maximal 30.3., ausgeführt werden.

 

  • Vor der Pflanzung sollte der Boden ausgiebig bis in 50-60cm Tiefe gelockert sein, um Rhizomen und Wurzelsystemen genügend Wuchsraum zu gewährleisten.

 

  • Unbedingt zu empfehlen ist die Verwendung lockerer, magerer Pflanzsubstrate. Die Stauden zeigen so zwar einen eher untersetzten Wuchs, werden aber zu tieferem Einwurzeln angeregt und sind wesentlich stabiler gegen Trockenstress. Ein weiterer Vorteil: stickstoffliebende Unkräuter haben keine Chance!

 

  • Überlegtes Düngen mit wenig bzw. ohne Stickstoff! Ein Zuviel an Nährstoffen verursacht bei Stauden der trockenen Lebensbereiche ein starkes und kräftiges Wachstum in Zeiten guter Wasserversorgung. In Trockenperioden können diese Grünmassen nicht mehr voll versorgt werden und die Pflanzen brechen zusammen oder sterben ab.

 

  • Mulchen eignet sich trotz verbreiteter Empfehlung nur bedingt, um Trockenstress bei Stauden zu verringern. Rindenmulch birgt die Gefahr, dass die Stauden durch Auswaschung von Gerbstoffen der Rinde und Nährstoffentzug beim Abbauprozess im Wuchs unterdrückt werden. Hingegen bietet eine mineralische Mulchung, bestehend aus einer bis zu 5 Zentimeter starken Kies- oder Splittauflage der Körnung 8/11 oder 8/16, bei leichten bis mittelschweren Bodenarten tatsächlich einen Schutz vor Austrocknung.

 

  • Regelmäßige Wässerungs- und Pfleggänge in den ersten drei Vegetationsperioden sind essenziell für das sichere Anwachsen der Jungpflanzen und zur Ausbildung der Wurzelspeichersysteme. Im öffentlichen Bereich sollten daher langfristige Vertragsbindungen mit mindestens 4 Jahren Entwicklungspflege, bei Straßenbaumpflanzungen mit 5 bis 10 Jahren, angestrebt geben.
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