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Grünflächen in der Stadt

Grünflächen und Parks werden immer wichtiger

Gerade während der Coronabeschränkungen zieht es die Menschen in die Parkanlagen. Die Plätze in Kleingartenanlagen sind rar und sehr umkämpft. Durch die Reisebeschränkungen wurde der Ansturm auf die kleinen Gärten noch größer. Wer keinen Kleingarten hat oder haben möchte, dem bleiben in der Stadt nur die öffentlichen Grünflächen. Laut einer Forsa-Umfrage von Ende Februar 2021 fühlen sich 92% der Befragten in grünen Innenstädten wohler. 70% der Teilnehmer halten sich in grünen, gepflegten Innenstädten länger auf als in unbegrünten. Aber nicht nur die Quantität spielt dabei eine Rolle, sondern auch die Qualität. Lieblose, verwucherte Flächen bieten keinen Mehrwert und werden nur ungern genutzt. Etwa 29% finden, dass bei Parks und Grünflächen ein großer Handlungsbedarf besteht.

In Deutschland leben etwa 60% der Menschen in Städten über 20.000 Einwohner, Tendenz steigend. Die moderne Stadt bietet alles auf kleinstem Raum. Angebot und Nachfrage sind hier viel stärker vertreten als im ländlichen Raum. Doch dieser Vorteil ist gleichzeitig der größte Nachteil, denn die Flächen sind meist begrenzt. Die Politik der Städte und auch der Bundesländer steht immer vor dem Konflikt der Nutzung. Es werden dringend Wohnräume gebraucht. Auch Geschäftsräume und Produktionsstätten werden mehr. Aber auch die Grünflächen sollen gefördert werden. Dicht bebaute Städte bieten demnach weniger Grünflächen als locker bebaute. In sozial benachteiligten Wohngebieten und sogenannten „Brennpunktvierteln“ gibt es laut Statistik etwa 25% weniger Grün als im Rest der Stadt. Das führt zum Teil auch dazu, das diese Stadtteile immer unattraktiver werden und schlussendlich die dort lebenden Menschen immer weiter von den restlichen Bürgern isoliert.

Parkanlagen haben eine ganze Reihe von Funktionen. Sie sind Treffpunkt unterschiedlicher sozialer Schichten, Treffpunkt von Freunden und Familien, Erholungsgebiet für die einen und Raum für sportliche Aktivitäten für die anderen. Vor allem junge Familien mit Kindern nutzen mehrmals wöchentlich die Parkanlagen der Städte. Kinder brauchen Bewegung und den Kontakt zu anderen – hier lässt sich beides ermöglichen. Der Aufenthalt in der Natur ist wichtig für die psychische, physische und emotionale Gesundheit.

 

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Kleingartenvereine erfreuen sich seit Jahren immer größer werdender Beliebtheit, denn sie ermöglichen den Stadtbewohnern einen eigenen, kleinen Rückzugsort. Aber auch diese erfüllen noch mehr Funktionen. Kleingartenanlagen sind Treffpunkt von Menschen aus allen Bevölkerungsschichten von jung bis alt. Sie sind Begegnungsstätte, Erholungsgebiet und bringen Erwachsenen und Kindern die Natur näher. Ähnliches lässt sich bei der steigenden Zahl der URBAN GARDENING Projekte beobachten. Hier werden oft Brachflächen der Stadt genutzt und für alle möglichen Gartenideen, vor allem Obst- und Gemüseanbau genutzt.

 

Mehr zum Thema urban gardening finden Sie im Beitrag: Urban Gardening - der Garten erobert die Stadt

 

Aber nicht nur die Parkanlagen werden immer wichtiger, sondern auch andere Grünflächen sind dringend notwendig. In Einkaufsmeilen sorgen begrünte Streifen und Flächen für einen höheren Wohlfühlcharakter und einen längeren Aufenthalt. Das wiederum sorgt für mehr Kundschaft und mehr Umsatz für die lokalen Geschäfte. Im nationalen und Internationalen Wettbewerb sind die Städte am attraktivsten und lebenswertesten, in denen viele und gepflegte Grünanlagen zu finden sind. Gerade in diese Städte zieht es Menschen und entsprechend potentielle Arbeitskräfte. Arbeitskräfte ziehen wiederum Firmen in oder an die Städte. Im Umkehrschluss profitieren also Städte von gepflegten Grünflächen und zufriedenen Einwohnern.

Aber nicht nur für die Wirtschaft , sondern auch für das allgemeine Stadtklima sind Pflanzen enorm wichtig. Durch den Klimawandel und immer mehr versiegelte Flächen, steigen die Temperaturen in den Städten immer mehr. Aber auch Überschwemmungen durch Starkregen nimmt zu. Pflanzflächen helfen gegen beides. Sie kühlen und schattieren die Flächen und senken so die allgemeine Temperatur. Regenwasser wird aufgenommen und kann über Versickerungsflächen langsam und gleichmäßig an die Kanalisation abgegeben werden.

In den Nächten im Sommer ist es in der Stadt aktuell etwa 10°C wärmer als außerhalb. Mit dem Klimawandel sollen bis 2100 Nachttemperaturen von mindestens 20°C erreicht werden, von den Temperaturen tagsüber ganz zu schweigen.

Viele städtische Projekte befassen sich neben Parks auch mit Dachbegrünung. Als internationaler Vorreiter in Sachen Dach- und Stadtbegrünung ist Singapur. Die immer größer werdende Stadt will und wollte sich vor dem klimatischen Zusammenbruch retten und hat weitreichende Maßnahmen ergriffen. Nicht nur Parks und Grünanlagen, sondern ganze Häuser werden hier begrünt. Wände, Balkone, Dächer, alles wird so gut es geht bepflanzt. Manche Bürogebäude kann man aus der Luft garnicht mehr erkennen.

 

Mehr zu Dachbegrünung finden Sie im Artikel: Dachbegrünung - Aufbau und Funktion

 

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Die Probleme der Grünflächen

Je intensiver die Nutzung, desto höher ist natürlich der Pflegeaufwand und auch die Unzufriedenheit. In der Umfrage ist die Unzufriedenheit mit der Pflege erwartungsgemäß in bevölkerungsreichen Städten am größten, da dort sehr viele Menschen auf die wenigsten Flächen treffen. Dazu kommt der stetige Abbau von Finanzen für öffentliches Grün und demzufolge der Abbau von Pflegepersonal. Auch die Ausbildung von fachlich geschultem Personal wird in den Städten oft auf ein Minimum reduziert. Die Folge dessen ist geringes Personal mit wenig oder fast keinem Fachwissen. Doch genau das braucht eine grüne Stadt um die Parks und Grünanlagen in einem guten Zustand zu halten.

Neben den pflegenden Gärtnern ist auch der anfallende Müll ein riesiges Problem. Gerade in Parks wird immer Sommer gern gegrillt, der Müll bleibt aber oft liegen. Oder es stehen keine oder nur wenige Mülleimer zur Verfügung. In einigen Städten gibt es mittlerweile an einer Stelle im Park große Müllcontainer die sogar samstags nochmal geleert werden. Das Ergebnis ist ein nahezu sauberer Park am Montag Morgen.

Da die Anlage und Pflege von Grünflächen auch immer ein großer Personal- und Kostenfaktor ist, gibt es unter Grün in die Stadt Informationen zur Förderung für Städte und Gemeinden.

https://www.gruen-in-die-stadt.de/

Alle Maßnahmen von der Pflanzung über die Pflege und Instandhaltung erfordern dabei einen höheren Personaleinsatz und verursacht höhere Kosten, doch die vielen Vorteile von öffentlichen und gepflegten Grünflächen sollten die Städte dazu anregen dort zu investieren. Eine Investition in Grünflächen ist eine Investition in eine lebenswerte Zukunft der Stadt.

 

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